Die Wurzeln von Hesterberg reichen bis ins Jahr 1780 zurück. Damals errichtete Susanna Hesterberg in Milspe (Ennepetal) auf dem Grund ihres verstorbenen Ehemannes ein Hammerwerk und betrieb es mit einem Meister und zwei Gesellen. Damit lege sie den Grundstein für ein Unternehmen, das sich über Jahrhunderte hinweg erfolgreich weiterentwickeln sollte. Der heutige Firmenname geht auf ihren Sohn Franz und dessen Söhne Franz Theodor und Carl Leopold zurück.
Unter der Leitung von Franz Hesterberg und seinen Söhnen wuchs das Unternehmen im 19. Jahrhundert kontinuierlich. Neben der Erweiterung der Produktion wurde der Handel mit fremden Stahlprodukten aufgenommen und der Export in deutsche und europäische Länder ausgebaut. Schon damals erreichte der Exportanteil beeindruckende drei Viertel des Umsatzes.
Die Söhne von Franz Theodor Hesterberg, Otto und Theodor, erwarben den heutigen Firmenstandort 1880 in Dortmund, um Produktion und Handelsgeschäft unter einem Dach zusammenzuführen. Zu dieser Zeit gehörten zum Sortiment verschiedenste Eisenwaren, die in der Landwirtschaft, am Bau und im Haushalt benötigt wurden, wie zum Beispiel Nägel, Pflugschare und Schaufeln. Neben Eggenzinken, Dreschzähnen und Rübenbröckler, die für die zunehmend mechanisierte Landwirtschaft benötigt wurden, waren insbesondere Hufstollen ein Garant für den Erfolg von Hesterberg. Die Taube wurde als Markenzeichen eingeführt und die 5. Generation, die Cousins Alex und Franz Hesterberg, traten neben Theodor Hesterberg in die Geschäftsführung ein.
Die Ehemänner von Ilse und Ursula Hesterberg übernahmen nach dem Zweiten Weltkrieg die Geschäftsführung und organisierten den Wiederaufbau. Die ersten Verschlüsse für Nutzfahrzeuge wurden zwar bereits 1930 entwickelt, der große Durchbruch für Hesterberg kam hiermit aber erst in den Wirtschaftswunderjahren.
Hesterberg etablierte sich als Hersteller von Verschließ- und Aufbautentechnik für die Nutzfahrzeugindustre. 1993 wird Hesterberg eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der internationalen BPW-Gruppe (Bergische Patentachsenfabrik in Wiehl - Zulieferer der Nutzfahrzeugindustrie).

